Tagebuch
Das Gast-Star Tagebuch.
| Walter, Maredo schrieb: |
| SyGA-Ausbildung: Ja oder Nein? |
Dienstag, 27.04.2010 |
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Wer nichts wird, wird Wirt. Eine Redewendung, die man durchaus mal im Laufe seiner Ausbildung und späteren beruflichen Tätigkeit des Öfteren zu hören bekommen könnte. Schließlich ist es das einzige Gewerbe, in dem man zum Betreiben seines eigenen Ladens keine Meisterprüfung ablegen muss. So wundert es auch nicht, dass führende Fastfood-Ketten sich bemühen, das Berufsbild aufzuwerten. Weg vom "Pommesschütteln" hin zu angesehen, lukrativ und gut ausgebildet.
Zum Glück sind das nicht nur leere Floskeln, sondern es steckt tatsächlich ein ernsthaftes Engagement dahinter. Die Unternehmen haben erkannt, dass sie nur durch Qualität beständig und erfolgreich sein können. So wundert es nicht, dass immer mehr Seminare und Schulungen angeboten werden, Wettbewerbe stattfinden, sowohl intern als auch extern, und auch sonst einiges an Aufwand investiert wird, um den Nachwuchs und seine Leistungen zu optimieren. Leider gibt es immer noch einige Schwächen die nur sehr schwer und langsam ausgemerzt werden können. Es ist immer noch eine Berufsrichtung mit enormem Zulauf, was z.B. dazu führen kann, dass die Berufsschule für das Gastgewerbe in Berlin anstatt geplanter 3500 Schüler, nun knappe 7000 unterbringen muss. Was uns gleich zum nächsten Problem führt. Konkurrenz belebt zwar das Geschäft, aber dies macht es schwerer, sich aus der Masse hervorzutun und geht einher mit den anderen bekannten Problemen, wenn zu wenige Arbeitsplätze für zu viele Bewerber vorhanden sind. Schließlich gibt es viele talentierte Anwärter, gegen die man sich erst einmal durchsetzen muss.
Talent oder vielmehr ein paar Eigenschaften braucht man auch noch für diesen Beruf. Für die Personalführung braucht man eine gewisse Autorität. Egal ob es "bestimmend streng" oder "verständnisvoll aber respektiert" ist, ohne sie wird es nicht möglich sein, eine Schicht oder gar eine ganze Filiale zu führen. Des Weiteren ist es ein Muss, sich mit Menschen, sowohl fremd als auch bekannt, zu verstehen und auf sie eingehen zu können. Der in Hektik bestellende urbane Gast sowie der gemütliche Genießer wollen verstanden und auch jeweils anders bedient und behandelt werden. Und der Umgang mit dem vertrauten Personal scheint oft sehr viel leichter zu sein, als er es dann tatsächlich ist. Schnell kann es unruhig werden, wenn ungeliebte Entscheidungen getroffen werden müssen.
Es ist durchaus anstrengender und aufwendiger, als es von außen aussieht, aber wer sowieso gastfreundlich, kommunikativ und eifrig bei der Sache ist, kann sich die Systemgastronomie als Karrieresprungbrett zu nutze machen. Auf jeden Fall sollte man sicher sein, diesen Weg gehen zu wollen und wissen, dass es durchaus hart und nicht immer lohnenswert sein wird und man unter Umständen einen etwas längeren Atem benötigt, um seine Träume zu verwirklichen. Denn vom Tellerwäscher zum Millionär bleibt dann doch nur einem verschwindend geringen Prozentsatz an Gastronomen vorbehalten.
Ich für meinen Teil habe aber vorerst mein Glück in der Gastronomie gefunden und werde ihr noch eine Weile treu bleiben. Denn für dieses einfach klingende Gewerbe wird doch sehr viel mehr verlangt und vermittelt, als einem bewusst ist. Von der Personalführung, über Marketing bis hin zu einer kaufmännischen Grundlage ist alles dabei, um auch später in anderen Branchen eine Basis für Erfolg zu haben.
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| Ben-Oliver Timm schrieb: |
| Mit der "Kräuterhexe" im Freilichtmuseum Lindlar |
Sonntag, 11.04.2010 |
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Mit achtzehn Hallo Pizza-Azubis stehen wir vor dem Eingang des Freilichtmuseums in Lindlar. Im Herzen des bergischen Landes und ca. 30 Kilometer östlich von Köln gelegen, erstreckt sich das Museum über mehrere Tausend Quadratmeter. Es ermöglicht eine Zeitreise in das einfache bäuerliche Leben, wie es im 19. und 20. Jahrhundert stattgefunden hat.
Die von uns gebuchte Führung wird von einer Mitarbeiterin des Museums geleitet, die sich uns unter dem Namen "Kräuterhexe" vorstellt und uns in einen kleinen Kräutergarten führt. Neben den Kräutern die üblicherweise in jedem Haushalt vorhanden sind, wie beispielsweise Schnittlauch, wachsen hier auch Pflanzen wie Thymian, Salbei, Sauerampfer oder Mangold, die zum Entsetzen der Kräuterhexe niemand von uns auf den ersten Blick erkennt. Selbst nach mehrmaligem Probieren kommt uns der Geschmack der Kräuter nicht wirklich bekannt vor.
Über einen Schotterweg gelangen wir zur nächsten Etappe der Führung. Neben einer Pferdekoppel wuchert ein kleines Gebüsch, in dem auch für unsere ungeschulten Augen eine Pflanze wächst, die sofort von allen als Brennnessel identifiziert wird. Da diese laut der Kräuterhexe für den anschließenden praktischen Teil der Führung von entscheidender Bedeutung sein würde, fangen einige von uns zaghaft an, die stechenden Blätter von ihren Stielen zu zupfen.
Über einen Gemüsegarten, in dem jedoch aufgrund der Jahreszeit bis auf ein paar Kohlrabi-Triebe nicht viel zu sehen ist, führt uns die Betreuerin zu einem Gehöft.. Hier befindet sich, neben einigen Bauernhäusern, die Museumsbäckerei in der mehrmals pro Woche mit einem aus der damaligen Zeit stammenden Lehm-Ofen Brot, Kuchen und andere Backwaren wie vor einhundert Jahren hergestellt werden. Nach einigen interessanten Erläuterungen des Bäckers finden wir uns in einem gegenüberliegenden Fachwerkhaus ein, in dem der praktische Teil der Museumsführung stattfindet.
Wir nehmen an der großen Tafel in der Mitte des Raumes Platz und bekommen eine Tasse Kaffee angeboten. In der bäuerlich mit einem alten Ofen eingerichteten Küche stellen wir dann unter Anleitung der Kräuterhexe neben Waffeln und Kräuterquark eigene Butter und Brot her. Die gesammelten Brennnesseln werden zu einem Kuchen weiterverarbeitet, der zwar sehr eigen, aber meiner Meinung nach in keinster Weise schlecht geschmeckt hat. Glücklicherweise bleibt uns das anschließende Spülen am Ende der Führung erspart.
Alles in allem würde ich sagen, dass das "Bergische Freilichtmuseum Lindlar" für alle angehenden Gastronomen definitiv eine Reise wert ist, da die unkomplizierte und einfache Lebensweise der Menschen von damals sehr anschaulich dargestellt bzw. präsentiert wird. Es ist schon beeindruckend, mit welch simplen Mitteln trotzdem angenehm gelebt werden kann.
Ben-Oliver Timm, 1. Ausbildungsjahr, Hallo Pizza
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| mod_hendrik schrieb: |
| Weinprobe im Weinkeller der Bayer Gastronomie |
Mittwoch, 04.11.2009 |
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Diesen Freitag war es wieder so weit, die Weinprobe im Weinkeller der Bayer Gastronomie fand statt.
Verkostet wurden Weine aus Deutschland. 36 Weine wurden zur Verkostung geöffnet, davon 4 Rotweine. Diese den Gästen zu präsentieren war an diesem Abend meine Aufgabe. Dabei ging es dadrum, den Gästen der Weinprobe die angebotenen Weine so schmackhaft zu machen wie möglich. Passende Adjektive für diese Aufgabe sind: samtig, leicht, beerig, schokoladig, aromatisch, fruchtig, frisch, rauchig, sprudelnd uvm.
Der Trick beim Präsentieren von Weinen ist nicht vorrangig das Fachwissen (welches zumindest ansatzweise vorhanden sein sollte), sondern das Vermögen, dem Gast durch eine offene Konversation beim Verkosten des Weins ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern - sei es durch einen kleinen versteckten Wortwitz oder eine spitze Anmerkung sowie offene Freundlichkeit.
Sobald der Gast lächelt und dabei den Wein genießt, verbindet er dieses Geschmackserlebnis mit etwas sehr positivem - dem Lächeln und der Freude am Leben.
Sehr hilfreich hierbei ist es, freundlich, offen und leicht strahlend zu lächeln. :-)
Dies hilft in der Regel nicht nur beim Präsentieren von Weinen!
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| azubi_maredo schrieb: |
| Ausbildung in der Systemgastronomie |
Dienstag, 01.09.2009 |
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Hallo liebe Gast-Stars!
Auch ich befinde mich in der Ausbildung zur Fachfrau für Systemgastronomie in einem Maredo-Restaurant.
Zur Abwechslung möchte ich euch heute berichten, was mich dazu bewegt hat, diesen Ausbildungsgang zu wählen.
Die Fachfrauen und -männer für Systemgastronomie sind in Betrieben tätig, in denen ein standardisiertes Gastronomiekonzept der jeweiligen Unternehmenszentralen umgesetzt werden muss. Ständige Überwachungen und Kontrollen aller vorgegebenen Sicherheits- und Hygienevorschriften garantieren eine gleich bleibende Qualität und vermittelt Sicherheit für die Tischgäste, verbunden mit Vertrauen in unsere Produkte. Kaufmännisches Denken, Zusammenhänge erschließen können und selbständiges Arbeiten sind einige Vorraussetzungen, die sich mit meinen Fähigkeiten und Interessen sehr gut decken. Der Umgang mit den Gästen und im Team macht mir sehr viel Spaß und Freude und sind ebenso wichtige Kriterien für einen erfolgreichen Geschäftsablauf. Des Weiteren verspricht die Ausbildung vielseitige Tätigkeiten im Küchen-, Service-, und Restaurantbereich, die mich täglich vor neue Herausforderungen stellen.
Die berufliche Theorie wird sowohl in den Berufsschulen, als auch in betriebsinternen Schulungen und Projekten vermittelt. Nebenbei steht auch das Fach Personalwesen auf dem Stundenplan. Es lehrt die zukünftigen „Gast-Stars“, wie man Dienstpläne gestaltet, Mitarbeitermeetings organisiert und kosten- und gästeorientiert handelt.
Nach meiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung rechne ich mir sehr gute Aufstiegschancen in einer Schichtführungs- oder sogar Restaurantleiterposition aus.
Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick verschaffen und bei der Berufswahl ein wenig unterstützen konnte.
Seid ganz lieb gegrüßt!
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